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Feld- und Jagdturnier in Wyhl

Um 5:00 Uhr meldete der Radiowecker mit den Verkehrsnachrichten: auf der A81 gab es einen Unfall und beidseitige Sperrung. Nachdem alles eingeladen war, ging es um 6:30 los in Richtung Wyhl. Als das Navigationssystem uns von der A81 weglotste, dachten wir, alles klar, magisches TCM ist aktiv. Schönes Wetter begleitete uns und auf den recht leeren Straßen kamen wir gut voran.

***************************************************************************************************************************************************************** ********************************************* Freudenstadt ********************************************* über 800 N.N. über dem Meeresspiegel gab es noch Fleckchen mit Schnee. Den Schwarzwald nach unten führte ********************************************** Bad Peterstal ************************* ****************** nach oben.

Jetzt war es genug! Kartenlesen war angesagt. ************************************************************************************* Endlich, wir kamen 9:33 an, seit drei Minuten sollte es an den Scheiben losgehen. Kurz die Bögen gespannt, Hüfttaschen und Köcher gepackt und los ging es.

Unsere Eskorte brachte uns direkt zur Scheibe 23, bei der uns Clemens, Gerald und Joachim erwarteten. Die nahen Distanzen waren ungewohnt, brachten aber schnell die Erkenntnis, daß man nun weniger suchen mußte. Mehrmals überquerten wir den Damm von drei Metern und gelangten an die verschiedensten Feldscheiben. "Bunnies" wechselten sich mit den großen Scheiben ab. Der Schuß vom Schülerpflock war eine neue, interessante Erfahrung. Trotz allem trafen die Pfeile nicht immer die Scheiben, was der guten Laune keinen Abbruch tat.


Öfters trafen wir auf die Gruppe vor uns, die mit ihren leuchtend orangen Vereins-T-Shirts unübersehbar waren. Diese liefen auf die Compound-Gruppe auf, die sich bei jedem Schuss Zeit ließ. Auf diese Weise hatten wir noch mehr Unterhaltung und beschlossen gegen Ende des Parcours, daß wir am Sonntag zusammen mit Bea in einer Gruppe schießen wollten, da Clemens am Sonntag nicht dabei sein würde.

Werner und Joachim prüfen, welche Bunnies erlegt sind Martina

Werner, Joachim, Anja wir tasten uns an die Punkte heran auf der Suche nach Muscheln, während wir warten


Etwa um fünf am Nachmittag waren wir fertig und nachdem wir netterweise von der Compound-Gruppe durchgelassen wurden, konnten wir nach einer kurzen Pause im Schützenhaus, in dem die Schießkarten unterschrieben wurden, unser Zelt aufbauen und unsere Sachen verstauen. Die Liegestühle probierten wir auch gleich aus und es war schön, nach der Lauferei darin zu liegen. Vorbereitungen für den Instant-Grill liefen an, aber da wir den nicht alleine lassen wollten, wenn er mal angezündet war, warteten wir damit bis nach der Siegerehrung.

Um halbsieben sollte es losgehen und das Schützenhaus füllte sich. Unsere Gruppe und die von Bea saßen an einem Tisch und verfolgten die Bekanntgabe. Leider waren die Ansagen durch die schlechte Akustik nur schwer verständlich. Endlich kamen die Langbogenklassen: Anja hatte sich den ersten Platz gesichert, Bea den zweiten. In der Altersklasse (nach DSB) holte sich Joachim den ersten Platz und Werner den dritten.

Anja und Bea Joachim und Werner


Nachdem die neue Gruppeneinteilung arrangiert war, ging es ans Abendessen. Tacos mit scharfem Dip, Gulasch und Nudeln und Schweinerückensteak auf dem Grill, der anstandslos mit einem Streichholz anging. Die Petroleumlampe gab uns weiterhin Licht als es langsam dunkel wurde, der Grill spendete, nachdem das Fleisch gut durch war, bis zum Schlafengehen Wärme, wenn man sich drüber beugte.
Wer weiß, wen wir durch unser langes Reden alles wachhielten, aber beschwert hatte sich niemand. Selbst die Gruppe aus Mühlen war bald nicht mehr zu hören.

Der Wecker war auf 6:29 gestellt, aber brauchten wir ihn gar nicht. Vogelgezwitscher weckte uns schon irgendwann um fünf und so waren wir schon kurz nach Sonnenaufgang unterwegs. Tau lag auf den Liegestühlen, so daß wir was dazwischen legen mußten, bevor wir uns zum Frühstück setzten. Während im Schützenhaus das Frühstück vorbereitet wurde, konnten wir mit Kaffee und Kakao gemütlich den anderen beim Aufwachen und aus dem Zelt kriechen zuschauen. Es war kalt genug, um den Atem zu sehen, aber es war einfach schön, den Tag ruhig anzufangen.

Nach dem Aufrufen der Gruppen um neun Uhr marschierten Bea, Anja, Sebastian, sein Vater und ich zur Scheibe 16, bei der wir heute bei der Tierbild- und 3D-Runde anfangen würden. Wie angesagt, flog um 9:45 der erste Pfeil auf die Scheibe. Da wir zu viert schossen, ließen wir uns Zeit, so daß wir auf keine Gruppe aufliefen. Sebastian legte bald richtig los und konnte viele Treffer mit dem ersten Pfeil verbuchen. Nach einer Pause von sechs Scheiben platzte dann auch bei mir dann wieder der Knoten. Leider gelten ja nur die ersten Treffer, ansonsten wäre da noch ein 20er mehr dabei gewesen.

Martina Sebastian: einfach rein Anja Bea Sebastian Pause


Statt des Zickenkrieges, den wir eigentlich üben wollten, machten wir uns einen schönen Tag und kamen als eine der ersten Gruppen und nach der Kaffee-und-Kuchen-Pause (Danke nochmal an Sebastians Mutter für den guten Kuchen) um halbfünf zum Schützenhaus. Wie wir das, ohne bewußt eine Gruppe zu überholen, schafften, ist uns ein Rätsel.
Erstes Absacken im Liegestuhl im Schatten brachte wieder die Kraft, sich aufzuraffen und das Zelt abzubauen. Bei der Siegerehrung um 18:00 wurden die Medaillen und Urkunden für die Bezirksmeisterschaft verteilt, danach ging es an den heutigen Tag. Erneut sicherten sich Anja und Bea den ersten und zweiten Platz, Sebastian den ersten Platz in seiner Klasse Schüler bis 12 Jahre. Für ihn war es sein erstes Turnier und damit ein toller Erfolg.

Bea und Anja Wanderpreise


Auf dem Heimweg nahmen wir die A81, auch wenn uns die Dame des Navigationsgerätes uns unbedingt wieder anders lotsen wollte. Diesmal gingen wir aber der Karte. Ob es wirklich schneller gewesen wäre, wenn wir auf sie gehört hätten? Nach etwa zweieinhalb Stunden erreichten wir Reutlingen wieder.

Fazit: Klasse Stimmung, schönes Turnier, tolles Wetter und einfach ein hervorragendes Wochenende. Hat viel Spaß gemacht und für den nächsten Besuch auf tropische Hitze einstellen. Außerdem brauchen wir noch Mitstreiter für nächstes Jahr um den tollen Wanderpokal der Langbogen für uns zu sichern.

Jagdscheiben:


Tierscheiben und 3D:

Anja Fischer
246 Ringe

Anja Fischer
438 Punkte
Martina Pirhofer
128 Ringe

Martina Pirhofer
256 Punkte



 
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